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Keine Blasen mehr beim Wandern

Kennt ihr das wenn ihr eine reife Pfirsich in der Hand hält und mit dem Daumen sachte die Pfirsichhaut bewegt? Was passiert ist, dass die Haut unter dem Daumen sich bewegt. Wenn ihr nun stärker drückt fängt die Haut an zu schrumpeln und Pfirsichsaft läuft heraus.

 

Das gleiche  Prinzip von Druck und Reibung passiert wenn ihr wandert. Die äusseren Schichten von eurem Fuss sind viel beweglicher als die inneren Schichten. Durch den Druck von Socken und Wanderschuhen trennen sich dich die äusseren Hautschichten von den inneren und Flüssigkeit sammelt sich dazwischen.

 

Wenn wir nun nochmal zu unserem Beispiel mit der Pfirsich zurückkommen und annehmen, dass wir die Frucht in heisses Wasser tauchen, was passiert dann? Richtig, wenn man danach die Haut reibt geht es noch viel leichter. Auch hier ist es genauso wie mit euren Füssen. Warme und feuchte Haut ist anfälliger für blasen als kühle, trockene Haut.

 

Am besten also, ihr haltet eure Füsse so trocken und kühl wie möglich während der Wandertour. Dazu gibt es verschiedene Methoden wie z.B. speziell entwickelte Schuhe wie die der Meindl Air Revolution Linie welche entwickelt wurden um ein optimales Fussklima zu gewährleisten. Zusätzlich gibt es auch verschiedene Pflaster welche speziell gegen Blasenbildung eingesetzt werden können.

 

Blasen aufstechen oder nicht?

Aufstechen oder nicht aufstechen ist eine Frage über die viel diskutiert wird. Selbst Experten sind sich da nicht immer einig. Buck Tilton, ein Kolumnist der Magazins Backpacker und Director der WMI (Wilderness Medicine Institute) hat schon hunderte von Blasen behandelt. Seine Meinung zu dem Thema: „Wir öffnen und trocknen fast alle Blasen (ausser Brandblasen). Selbst solche die mit zäher Flüssigkeit gefüllt sind oder sogar mit Blut. Unser Ansatz dabei ist, dass eine Blase an exponierter Stelle früher oder später sowieso aufplatzt. Wir bevorzugen dies in einer kontrollierten Umgebung zu machen wo man die Blase direkt versorgen kann als dass sie in einem verschwitzten und dreckigen Schuh von alleine aufplatzt.“

 

Wie man eine Blase sauber behandel

Die Stelle mit Seife und Wasser, Alkohol oder antiseptischen Lösung säubern. Danach gut trocknen lassen.

Eine Nadel oder Messer über einer Flamme sterilisieren oder für ca. zwei Minuten in heissem Wasser eintauchen lassen.

Die Blase an unterem Ende aufstechen so dass die Flüssigkeit schon alleine durch die Gravitation herausfliesst.

Die Blase mit desinfizierenden Mitteln behandeln und mit einem Blasenpflaster abdecken

 

Blasen verhindern

Der einfachste Weg sich nicht mit Blasen herumzuplagen ist immer noch keine zu bekommen. Hier einige Tipps dazu:

Zehennägel schneiden
Wichtig um Blasen in der Zehengegen zu vermeiden; schneidet eure Nägel. Falls ihr noch lästige Stellen mit Hornhaut habt, schaut dass ihr die wegfeilt.

Schuhe einlaufen
Wenn ihr euch neue Wanderschuhe gekauft habt, tragt diese zuhause wann immer ihr könnt. Startet mit kurzen Spaziergängen in der Nähe und arbeitet euch dann zu längeren Wanderungen vor. Denkt daran; bei festen und schweren Modellen dauert es länger bis die Schuhe gut eingelaufen sind. Falls der nächste Trip schon bald ist, kann man es den Cowboys gleich tun und mit den Schuhen durch Wasser gehen und danach am Fuss trocknen lassen. Das Leder schmiegt sich dann am Fuss an. Schuhhersteller halten zwar nicht viel von dieser Methode da es das Leder strapaziert aber wenn man die Stiefel sonst gut pflegt und hegt sollte dies kein Problem sein.

Die richtigen Socken
Zieht möglichst keie Wollsocken an da diese die Feuchtigkeit aufsaugen und nicht weiterleiten. Achtet darauf, dass die Nähte flach sind und die Socken wie angegossen passen. Vermeidet Modelle die leicht verrutschen und Falten kreieren.

Kümmert euch um Blasen sobald sie entstehen
Sobald ihr merkt, dass sich eine Blase bildet kümmert euch darum. Lasst die Stelle abkühlen und behandelt sie mit Blasenpflaster. Oftmals kann man damit die Blasenbildung verhindern.

Kühlt und trocknet eure Füsse
Wechselt eure Socken regelmässig während der Tour damit eure Füsse gar nicht erst feucht werden. Am Abend nach der Wanderung lässt ihr eure Füsse am besten an der frischen Luft zum Trocknen.

Wie kaufe ich online einen guten Wanderschuh?

 Online den richtigen Wanderschuh finden

 

Grundsätzlich kann man sagen, dass es für jedes Anwendungsgebiet (leichtes Gelände, hochalpin etc.) wohl eine andere Definition von „gut“ gibt. Daher ist es nicht ganz einfach eine generelle Checkliste für den Wanderschuh-Kauf zu machen. Wir haben es trotzdem versucht und dabei die folgenden, allgemein gültigen, Punkte zusammengetragen:

 

Schaft
Der Schaft eines Wanderschuhs muss optimalen Halt bieten und gut sitzen. Achten Sie darauf, dass der Schaft gut gepolstert ist. Das hilft den Knöchel vor Stössen zu schützen. Generell ist es auch so, dass ein hoher Schaft das Risiko von Knöchelverletzungen minimieren kann da man in einem hohen Schaft weniger schnell Umknicken kann. Hier muss man gut abwägen, denn je stabiler und fester der Schaft, umso mehr schränkt dies die Beweglichkeit ein. In vielen online Shops wird zu Beginn bereits eine Unterscheidung zwischen Schuhen mit hohem und tiefem Schaft gemacht. Aufgrund der Bilder sollten Sie sich eine gute Vorstellung von der Höhe des Schafts machen können.

 Hoher Schaft der gleichzeitig aber auch flexibel ist

Schnürung
Sicher sollten die Schnürsenkel reissfest sein und das Schnüren des Schuhs sollte einfach von der Hand gehen. Bei Schuhen mit hohem Schaft macht es Sinn eine Schnürung zu nehmen die oben mit Klemmösen versehen ist. Mit dieser Art von Schnürung kann man den unteren Teil des Schuhs fester schnüren und den oberen ein wenig lockerer um den Tragekomfort ein wenig zu erhöhen. Schauen Sie auch hier genau auf die Bilder im Online Store. Professionelle Anbieter haben oft Lupen oder Tools mit denen Sie das Schnürsystem genauer heranzoomen können.

 

Material
Das Material aus dem ein guter Wanderschuh gemacht wird, ist von grösster Wichtigkeit. Daher gibt es mittlerweile auch eine grosse Anzahl von Materialen welche zur Produktion gebraucht werden. Man kann aber davon ausgehen, dass Schuhe aus Echtleder eine gute Wahl sind da diese länger halten. Für Leute die sich auch vor nassem Wetter nicht von einer Wanderung abschrecken lassen ist ein Schuh mit Gore-Tex Technologie eine gute Wahl. Für das ungeübte Auge ist es schwer das Material nur von den Bildern in einem Online Shop zu bestimmen. In den Produktbeschreibungen sollte aber auf die Materialien hingewiesen werden. Einige Anbieter geben Ihnen auch Kategorien mit verschiedenen Materialien zur Auswahl.

 Schichten der verschiedenen Materialien in einem Wanderschuh

Passform
Wenn Sie den Schuh anprobieren sollte die Ferse genau passen. Beim gehen sollten Sie weder nach oben rutschen noch drücken. Wenn Sie dort auch nur ein wenig Spiel haben werden Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Blasen gestraft werden. Achten Sie auch darauf, dass wenn Sie speziell breite Füsse haben diese auch angenehm Platz haben. Die Passform eines Wanderschuhs in einem Online Shop zu bestimmen ist in der Tat nicht einfach. Manchmal werden Schuhe mit besonders Anpassungsfähigen Merkmalen (Memory Foam Systeme oder ähnlichem) speziell herausgehoben. Spätestens aber nachdem Sie den Schuh bestellt haben und zuhause anprobieren sollten Sie auf die Passform achten.

 Passform eines guten Wanderschuh

Sohle
Die Sohle ist ein wichtiger Bestandteil eines Wanderschuhs und sollte rutschfest sein, sowie optimalen Halt in steilem Gelände geben. Wenn Sie nicht grad vorhaben die Bergwende senkrecht empor zu klettern sollte der Schuh aber auch noch flexibel genug sein damit Sie den Fuss gut Abrollen können. Betreffend des Materials sollte eine Sohle aus robustem Gummi gewählt werden (z.B. Vibram Sohlen).

 

Probe
Wenn Sie sich für einen Schuh entschieden haben und diesen nun zuhause anprobieren sollten Sie dies erst am Nachmittag tun. Die Füsse schwellen im Verlaufe des Tags an und Sie könnten ein falsches Gefühl im Schuh haben wenn Sie diesen schon am Morgen anprobieren. Ziehen Sie auch die Socken an, welche Sie auch auf der Wanderung anhaben würden um auch ganz sicher zu sein, dass der Schuh perfekt sitzt. Testen Sie auch wie der Schuh sich anfühlt wenn Sie Bergab laufen, oder versuchen Sie es so gut wie möglich zu simulieren. Sie sollten ungefähr eine Fingerbreite Platz haben bis zur Vorderseite des Schuhs. So sollten Sie genügend Platz haben wenn Sie den Berg hinunter laufen. 

 

Wenn Sie diese generellen Punkte beachten sollte es auch möglich sein, online den besten Wanderschuh für Sie zu finden. Haben Sie vielleicht noch Hinweise wie man online Trekking Schuhe kaufen kann die auch passen? Wir würden uns über Ihre Ideen freuen.

 

Liebe Grüsse
Das Meindl shop-24.ch Team

Wander-Tipps für Einsteiger

Wenn Ihr euch schon auf die ersten Wandertouren in kurzen Hosen freut aber Wandern für Euch noch Neuland ist, dann seid ihr hier genau richtig. In diesem Blogg stellen wir euch ein paar Tipps vor mit denen die erste Wanderung ein riesen Vergnügen und keine Qual wird (wie es schon manchen von uns ergangen ist).

Wandertraining schon früh beginnen

Auch wenn diese Weisheit vielleicht ein wenig spät kommt, Training ist absolut essentiell zum Wandern. Grundsätzlich ist es nie zu früh um mit dem Training für die nächste Tour zu beginnen. Es spielt eine Rolle wie fit du dich bereits fühlst und  auch tatsächlich bist (ja, zwischen fit fühlen und fit sein besteht ein riesen Unterschied - wie ich schon oftmals erfahren musste). Wenn ihr eine grosse Tour plant fangt an mit kleinen Trainingseinheiten und arbeitet euch langsam hoch. Auch in der Schweizer Armee fängt man mit 5 km Märschen an und marschiert dann langsam aber sicher immer weiter. Lasst euch Zeit mit dem Training. Das letzte was ihr wollt ist top motiviert zu starten und nach der ersten Wanderung die Wanderschuhe gefrustet in die Ecke zu werfen.

Wählt den richtigen Schuh für die richtige Wanderung aus

Viele von euch werden jetzt denken "das ist ja logisch". Das dachte ich auch immer und wurde dann (wie so oft schmerzhaft) eines Besseren belehrt. Eine Wanderung in mittlerem Alpinem Gelände hat andere Anforderungen an einen Schuh als dies in flachem Gelände der Fall wäre. Ganz zu schweigen von Hoch-Alpinen Wanderungen. Auch die Anzahl von Features und Technologien in einem Schuh können verwirrend sein. Schon allein in unserem Shop seht ihr eine Vielzahl von speziellen Schuhen mit speziellen Features für jede erdenkliche Art des Wanderns. Es ist schwer eine generelle Aussage zum richtigen Schuh zu treffen da jeder Fuss individuell ist. Am besten lasst ihr euch beraten (wir helfen immer gerne) um sicher zu sein, dass ihr auch den richtigen Schuh kauft. Das A und O ist aber das Einlaufen des Schuhs. Macht nicht denselben Fehler wie 90% aller Rekruten (eine absolut wild geschätzte Zahl die aber ungefähr stimmen sollte wenn ich meine Erfahrungen aus der RS zu Rate ziehe) und startet eine Wanderung, ohne eure Schuhe eingelaufen zu haben. Sie werden es euch mit Blasen an den Füssen danken - wie es mir auch ergangen ist. Es gibt viele Tätigkeiten zuhause in denen ihr eure Schuhe eintragen könnt (Keller ausmisten, Müll raustragen, Staubsaugen, Wäsche waschen und bügeln). Ihr seht, es gibt keinen Grund eure Schuhe nicht einzulaufen. 

Socken sind genauso wichtig

Bei all dem Gerede über die richtigen Schuhe dürfen die richtigen Socken nicht vergessen werden. Ihr könnt noch so perfekte Schuhe haben, wenn ihr die falschen Socken dazu anzieht war alles für die Katz. Lasst euch beraten beim Schuhkauf welches die Socken optimal geeignet sind. Das soll nicht heissen, dass ihr euch etwas aufschwatzen lassen solltet. Jeder halbwegs gute Verkäufer kann euch sagen ob man zu dem Schuh besser Baumwollsocken oder synthetisches Material braucht. 

Kraft in den Beinen aufbauen

Du willst die Berge dieser Welt erklimmen aber für die zwei Stockwerke bis zum Büro nimmst du den Lift? Vieleicht ist es Zeit deine Ziele zu überdenken. Spass bei Seite, ihr wisst was ich sagen will. Benutzt jede Gelegenheit eure Beine zu trainieren, sei das nun beim Treppen gehen oder im Gym. 

Der Rucksack trägt sich nicht von alleine

Eine weitere Lektion, die so mancher Schweizer in der Rekrutenschule lernt - Rucksäcke können schwer sein (und haben die Angewohnheit bei steigender Wanderzeit mirakulös schwerer zu werden). Beim Militär wären die Märsche ja fast schön gewesen mit den tollen Szenerien die man da zu Gesicht bekommt, aber die 30+ kg Gewicht auf dem Rücken können echte Spielverderber sein. Ihr müsst ja nicht gleich Spaten und Zelt auf eure Wanderung nehmen wenn es nicht notwendig ist aber auch Rücksäcke mit einem humanen Gewicht können plötzlich schwer werden. Gewöhnt euch möglichst früh an euren Rucksack und achtet darauf, dass er gut sitzt und gut gepackt ist. Ein gut bepackter Rucksack ist nur halb so schwer wie ein schlecht Gepackter. 

Walking Stöcke

Walking Stöcke können einen echten Unterschied machen. Die Dinger entlasten eure Knie und Hüfte ungemein wenn es Berg-Ab geht. Und wenn ihr den Berg rauf kraxelt können sie euch als zweites paar Beine behilflich sein. 

Trinken, trinken, trinken

Ich kann es nicht oft genug sagen; trotz all der tollen Bergseen, Blumenwiesen und Gämsen vergesst nicht das Trinken! Echt, ich mein es ernst. Ihr mögt jetzt denken der Mario erzählt hier offensichtliche Sachen aber ob ihr genügend trinkt oder nicht entscheidet über hui oder pfui eurer Trekking Tour. Fangt nicht erst an zu trinken wenn ihr Durst kriegt - dann ist es schon zu spät. Nehmt immer wieder einen kleinen Schluck zu euch, so dass ihr gar nie an den Punkt kommt an dem ihr durstig seid. Ein ganz guter Test zum Schauen ob ihr noch genügend hydriert seid ist der Pipi-Test. Schaut einfach beim Wasserlassen ob der Strahl klar ist (dann ist alles gut) oder ob er eher dunkel verfärbt ist. Falls der Strahl dunkel ist heisst das, dass ihr unbedingt mehr trinken müsst.

Essen

Beim Wandern verbraucht ihr, wer hätte es gedacht, Unmengen an Energie. Um sicher zu gehen, dass ihr auch genügend Energie habt müsst ihr diese kontinuierlich wieder nachfüllen. Leider ist es keine gute Idee dies bei einem deftigen Mittagessen zu machen da dies euch danach nur schwer im Magen liegt. Am besten esst ihr kleinere Portionen, dafür häufiger. Für mich waren Früchte immer ein super Energielieferant die man auch ganz gut während dem gehen essen kann. Am Anfang kann es komisch sein für eure Verdauung wenn ihr esst und gleichzeitig wandert aber nach einer kurzen Zeit hat sich euer Körper daran gewöhnt.

 

Das wären meine Tipps gewesen fürs Wandern. Ich hoffe es hat euch etwas gebracht und ihr schaut beim nächsten Blogeintrag von uns rein.

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